Landesstatistik Mecklenburg-Vorpommern

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Die Landesstatistik für Mecklenburg-Vorpommern enthält Informationen aus den folgenden CAWIN-Bereichen:

  • Dienststelle
  • Schuldner:in
  • Verbindlichkeiten
  • Einkommen
  • Aufgezählter Listeneintrag
  • Ausgaben
  • Beratungsverlauf
  • VIV/RIV

Die Ermittlung der in der Statistik enthaltenen Werte erfolgt zur Laufzeit mit Hilfe von Select-Statements (Abfragen), die in der Datenbank abgelegt sind.

Die Nummerierung der Punkte Im Inhaltsverzeichnis entspricht der Nummerierung in der Landesstatistik.

Generell: Die Einschränkung der auszuwertenden Haushalte erfolgt durch die Auswahlkriterien, die beim Aufruf über die Oberfläche vom Benutzer eingegeben werden.

Personal der Beratungsstelle

Informationen zur ausgewählten Dienststelle sowie zu deren Personal, wie z.B. Name, Anschrift, Träger, Anzahl Berater/Innen.

Aktenkundige Fälle im Berichtszeitraum plus Kurzberatungen

Aktenkundige Fälle

Hier werden alle freigegebenen Haushalte mit der Kundenkategorie „Beratungskunde“ oder „Betreuungskunde“ ausgewertet. Ob ein Haushalt in den Berichtszeitraum fällt, ist abhängig von den Feldern „Beratungsbeginn“ und „Beratungsende“. Ob ein Fall vom Job-Center vermittelt wurde, wird daran erkannt, dass das Feld „Beratungszugang“ den Inhalt „Bundesagentur für Arbeit (Eingliederungshilfe)“ hat. Weitere Hinweise:

  • Aktenkundige Fälle vor Beginn des Auswertungszeitraums: Alle Fälle die Kundenkategorie Beratungs- oder Betreuungskunde sind, wo der Beratungsbeginn vor dem Auswertungszeitraum liegt und wo das Beratungsende nicht vor dem Auswertungszeitraum liegt oder wo keins gesetzt ist. Egal ob freigegeben oder nicht.
  • Aktenkundige Fälle Neuaufnahmen im Auswertungszeitraum: Alle Fälle die Kundenkategorie Beratungs- oder Betreuungskunde sind, deren Beratungsbeginn im Auswertungszeitraum liegt. Egal ob freigegeben oder nicht.
  • Aktenkundige Fälle Abgänge im Auswertungszeitraum: Alle Fälle die Kundenkategorie Beratungs- oder Betreuungskunde sind, deren Beratungsbeginn im oder vor dem Auswertungszeitraum liegt und deren Beratungsende im Auswertungszeitraum liegt. Egal ob freigegeben oder nicht.
  • Aktenkundige Fälle am Ende des Auswertungszeitraums: Die Differenz von Fällen vor dem Auswertungszeitraum + Neuaufnahmen - Abgänge.

Kurzberatungen

Als Kurzberatungen werden Haushalte mit der Kundenkategorie „Informationskunde“ gezählt. Der Verweis auf Regelinsolvenz wird an der Auswahl „Form der Schuldenregulierung“ „Vor Hintergrund InsO“ „Regelinsolvenz (RIV)“ erkannt. Ob ein Fall vom Jobcenter vermittelt wurde, wird daran erkannt, dass das Feld „Beratungszugang“ den Inhalt „Bundesagentur für Arbeit (Eingliederungshilfe)“ hat. Kurzberatungen müssen bzw. dürfen nicht freigegeben werden. Ihre Erfassung kann auch anonym erfolgen, wobei keine weiteren als die oben angegebenen Daten erfasst werden müssen.

Weitere Hinweise:

  • Kurzberatungen: Alle Fälle, die Kundenkategorie Informationskunde oder KEINE Kundenkategorie haben und deren Beratungsbeginn im Auswertungszeitraum liegt. Dabei ist es unerheblich, ob sie freigegeben sind oder nicht.

Durchschnittliche Wartezeiten auf einen Beratungstermin

Für die Wartezeit wird die Differenz zwischen „Erstkontakt“ und „Beratungsbeginn“ in Monaten ausgewertet. Generell gilt für 3.1-3.9: Neufälle im Berichtszeitraum (ohne Kurzberatungen): Alle Fälle die unter 2.1 als Neuaufnahmen gezählt wurden UND die freigegeben sind. Wenn die Zahlen da nicht zusammenpassen, sind wahrscheinlich einige Haushalte nicht freigegeben.

Neufälle im Berichtszeitraum (ohne Kurzberatungen)

Art und Umfang der Schulden

Ausgewertet werden die Verbindlichkeiten der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dienen die Werte aus dem Haushaltsarchiv, die bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert werden.

Weitere Hinweise:

  • (Ehemals) selbstständige werden nur gezählt, wenn der Personenkreis zum Zeitpunkt der Freigabe auf Selbstständige gestellt ist: Beratungsbeginn im Auswertungszeitraum + im Haushaltsarchiv als Erwerbssituation entweder selbständig oder arbeitslos(gemeldet), dann aber beim Schuldner der Haken „ehemals selbständig“ gesetzt. Die Erwerbssituation im Archiv wird zum Zeitpunkt der Freigabe abhängig vom Personenkreis gesetzt (Selbständige, ALG I oder ALG II), muss auf Selbstständige gestellt werden zum Zeitpunkt der Freigabe.

Altersgruppen

Ausgewertet wird das Alter der Schuldner der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dient der Wert aus dem Haushaltsarchiv, der bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert wird.

Berufsbildungsabschluss

Ausgewertet wird der Berufsbildungsabschluss der Schuldner der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dient der Wert aus dem Haushaltsarchiv, der bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert wird.

Familiensituation

Ausgewertet wird der Lebensumstand der Schuldner der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dient der Wert aus dem Haushaltsarchiv, der bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert wird. Es werden also nur die Werte aus der Freigabe ausgewertet, nicht die aktuellen Zahlen im Haushalt. Es werden nur Kinder gezählt, die im Haushalt leben, und das ist auch beabsichtigt. Die Statistik soll da nur wiedergeben, wie viele Kinder bei alleinerziehenden Elternteilen leben und nicht wie viele Kinder Alleinstehende haben.

Einkommenssituation

Ausgewertet wird das Einkommen der Schuldner der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dienen die Werte aus dem Haushaltsarchiv, die bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert werden.

Wohnkosten (Wohnung bzw. Haus)

Ausgewertet werden die Wohnkosten der Schuldner der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dienen die Werte aus dem Haushaltsarchiv, die bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert werden.

Haushaltsituation (Wirtschaftsgeld pro Kopf)

Ausgewertet wird die Haushaltssituation der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dienen die Werte zu Einkommen, Wohnkosten, Unterhaltszahlungen, Raten und Anzahl der Personen im Haushalt aus dem Haushaltsarchiv, die bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert werden.

Ursachen, die maßgeblich zur Überschuldung beigetragen haben

Ausgewertet werden die Überschuldungsursachen der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dienen die Werte aus dem Haushaltsarchiv, die bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert werden.

Sozialer Status

Ausgewertet wird der Personenkreis der Schuldner der unter Punkt 2.1 (Neuaufnahmen) ausgewählten Haushalte. Als Basis dient der Wert aus dem Haushaltsarchiv, der bei der Freigabe eines Haushaltes gespeichert wird.

Beendete Fälle im Berichtszeitraum

Ausgewertet wird das Feld „Abschluß der Beratung durch“ der unter Punkt 2.1 (Abgänge) ausgewählten Haushalte. Als Basis dient der aktuelle Stand aus CAWIN. Dabei werden folgende Zuordnungen von CAWIN-Kategorien zur Statistik verwendet:

  • Unter „erfolgreiche Regulierung“ erscheinen die CAWIN-Einträge „Nur Schuldnerberatung“ und „erfolgreiche Gesamtregulierung“
  • Unter „Keine Rückmeldung nach Krisenintervention/Teilregulierung“ erscheinen „erfolgreiche Teilregulierung“ und „erfolgreiche Teilregulierung und Weitervermittlung“
  • Unter „wegen eröffneten Verbraucherinsolvenzverfahrens“ erscheinen „Übergang InsO-Verfahren“, „Übergang InsO und Weitervermittlung“, „erfolgreiche Teilregulierung und Übergang InsO“ und „Begleitung im InsO“
  • Unter „Abbruch, fehlender Mitwirkung“ erscheinen „Abbruch durch Klient“ und „Abbruch durch Beratungsstelle“
  • Unter „sonstige Gründe“ erscheinen „nicht abgeschlossen“, „Weitervermittlung“ und „sonstige Gründe“

AEV's zur Vorbereitung des Insolvenzverfahrens

Ausgewertet werden die Felder „Regulierungsvorschlag erstellt am“, „angenommen“, „abgelehnt“, „noch keine Entscheidung“, „angenommen am“ und „Bescheinigung nach § 305 ausgestellt am“ der Maske „Verbraucherinsolvenz (VIV)“ für die unter Punkt 2.1 ausgewählten Haushalte.

Generell gilt: Für die Felder „Schuldensumme“, „angebotene Regulierungssumme“ und „Anzahl der Gläubiger“ wird immer ein Standard-Szenario mit dem Namen „AEV“ ausgewertet. Die Auswertung erfolgt auf dem aktuellen Stand des Szenarios, es erfolgt keine Archivierung bei der Freigabe. Nachträgliche Änderungen wirken sich also auf alle danach erstellten Statistiken aus. Ist für einen relevanten Fall kein Szenario mit dem Namen „AEV“ vorhanden, so geht der Fall nicht in die Summenfelder ein, wird aber als Fall ohne AEV gezählt.

Weitere Hinweise:

  • Anzahl der begonnenen außergerichtlichen Einigungsversuche gesamt: Alle Fälle, die Kundenkategorie Beratungs- oder Betreuungskunde sind und die bei VIV ein „Regulierungsvorschlag erstellt am“ Datum im Auswertungszeitraum haben. Dabei ist unerheblich, ob sie freigegeben sind oder nicht.
  • Damit die Summe bei „angenommenen“ gezählt wird, muss ein Szenario aev oder AEV vorhanden sein, es wird auch nur die Summe aus dem Szenario gezählt. Das „angenommen“ Datum muss im Auswertungszeitraum liegen.
  • Anzahl der gescheiterten außergerichtlichen Einigungsversuche: Alle Fälle die Kundenkategorie Beratungs- oder Betreuungskunde sind und bei VIV ein „Abgelehnt Datum“ im Auswertungszeitraum haben. Ein Haushalt kann also NICHT bei begonnen gezählt werden, wenn das „Regulierungsvorschlag erstellt am“ Datum nicht passt oder nicht gesetzt ist, ABER TROTZDEM als gescheitert, wenn das „Abgelehnt am“ Datum dafür passt. Egal ob freigegeben oder nicht.
  • Damit ein Haushalt bei Schuldensumme, angebotene Regulierungssumme und Anzahl der Forderungen ausgewertet wird, muss dazu noch ein Szenario aev oder AEV angelegt, berechnet und gespeichert sein.

Verbraucherinsolvenzverfahren

Ausgewertet werden die Felder „Antrag auf Eröffnung (gestellt am)“, „gerichtl. Schuldenbereinigungsverf.“ und „Abschluss gerichtl. Schuldenber. am“ der Maske „Verbraucherinsolvenz (VIV)“ für die unter Punkt 2.1 ausgewählten Haushalte.

Generell gilt: Für die Felder „Schuldensumme“, „angebotene Regulierungssumme“ und „Anzahl der Gläubiger“ wird immer ein Standard-Szenario mit dem Namen „VIV“ ausgewertet. Die Auswertung erfolgt auf dem aktuellen Stand des Szenarios, es erfolgt keine Archivierung bei der Freigabe. Nachträgliche Änderungen wirken sich also auf alle danach erstellten Statistiken aus. Ist für einen relevanten Fall kein Szenario mit dem Namen „VIV“ vorhanden, so geht der Fall nicht in die Summenfelder ein, wird aber als Fall ohne VIV gezählt.

Weitere Hinweise:

  • Genau wie bei 5. nur hier ist das Datum „Antrag auf Eröffnung (gestellt am)“ entscheidend und das Szenario muss viv oder VIV heißen. Es ist auch möglich das ein Haushalt unter 5. UND unter 6. gezählt wird und sogar die Szenarien beide ausgewertet werden, wenn noch keine Auswahl getroffen wurde, ob ViV oder RiV, aber beide Seiten ausgefüllt wurden und zwei Szenarien angelegt wurden. Oder: Auch wenn RiV bzw. ViV mal ausgefüllt war und dann auf das andere umgestellt wird, bleiben die bis dahin eingegebenen Werte für ViV bzw. RiV erhalten. Also müssten da die Daten für „Regulierungsvorschlag erstellt am“, „Abgelehnt Datum“ bzw. „Antrag auf Eröffnung (gestellt am)“ erst rausgenommen werden, bevor man von RiV auf ViV umstellt (oder andersrum), wenn man den Haushalt nicht mehr in der alten Form gezählt haben will.
  • Die Szenarien müssen genau viv und aev heißen, schon eine Leertaste davor oder danach und der Haushalt wird nicht ausgewertet.

Sonstiges

Kontakte werden nicht ausgewertet, zählen nicht als P-Konto und nicht als Kurzberatung.