Überschuldungsreport

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  • Zum Jahresanfang haben Sie die Möglichkeit, Ihre CAWIN Daten automatisiert und anonymisiert an das iff zu übermitteln. Die Daten sind in Bezug auf die Beratungsstellen pseudonymisiert und in Bezug auf die Beratungsfälle anonymisiert. Über das genaue Zeitfenster werden Sie per E-Mail benachrichtigt.
  • Sie werden in CAWIN ebenfalls über die Übermittlung benachrichtigt, wenn Sie in CAWIN für die Beratungsstelle als Ansprechpartner hinterlegt sind. Die Übermittlung kann aber von jeder/m Berater:in ausgeführt werden.
  • Über das Menü Statistiken > iff-Überschuldungsreport haben Sie die Möglichkeit, Ihre Daten für den iff-Überschuldungsreport anomysisiert hochzuladen.
  • Bitte laden Sie die Daten nur mit aktivierter Lizenz hoch, damit wir wissen, welche Stellen uns bereits Daten gemeldet haben.
  • Der Hochladevorgang muss mit einem Klick auf die Schaltfläche Ja bestätigt werden.

Ihre Beratungsstelle wird dann im Überschuldungsreport genannt, der alljährlich im Juni erscheint und jeweils das Vorjahr analysiert. Jede teilnehmende Stelle erhält ein Belegexemplar.

Hintergrund

Das institut für finanzdienstleistungen (iff) wertet im Überschuldungsreport die CAWIN Daten teilnehmender Stellen aus. Die Daten sind prozessgeneriert; das heißt, sie wurden während des Beratungsprozesses in der Schuldnerberatungsstelle mit Hilfe der Schuldnerberatungssoftware CAWIN des iff dokumentiert, anonymisiert, zusammengefasst und für die statistischen Auswertungen aufbereitet.

Der iff-Überschuldungsreport ist eine jährlich erscheinende bundesweite Studie zur Situation überschuldeter Haushalte, die die Hilfe von Schuldnerberatungsstellen in Anspruch nehmen. Er wird von der Stiftung Deutschland im Plus finanziert. Die Studie basierte 2020 auf ca. 160.376 Fällen aus über 60 Schuldnerberatungsstellen, in denen die Schuldnerberatung in den letzten 10 Jahren begann. Bei den analysierten Haushalten handelte es sich überwiegend um nichtselbständige Überschuldete; etwa jeder zehnte Fall betraf ehemals selbständige Überschuldete, bei denen die Selbständigkeit gescheitert ist.  Es ist erfreulicherweise gelungen, die Anzahl der teilnehmenden Stellen in den letzten Jahren nochmals deutlich zu steigern.

Die Studie stellt Politik, Verwaltung, Schuldnerberatung, den betroffenen Haushalten und den Anbietern von Finanzdienstleistungen belastbare Daten zur Verfügung. Sie können als Grundlage dienen, gemeinsam Lösungen zu finden, um das Überschuldungsproblem nachhaltig zu bekämpfen und die negativen Überschuldungsfolgen zu verringern. Im Gegensatz zu anderen Studien handelt es sich nicht um einen Atlas, der die Überschuldungsbetroffenheit einzelner Regionen nachzuweisen versucht, sondern um eine Beschreibung der wirtschaftlichen und sozialen Realität der Menschen, die ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Der Report geht damit auch über die Überschuldungstatistik hinaus. Herausforderungen wie hohe Wohnkosten oder alleinerziehend zu sein belasten die Betroffenen ungemein. Wir weisen auf diese Probleme hin und betten sie auch in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang ein.

Wir freuen uns über eine breite Beteiligung vieler Stellen, denn Statistiken wie der iff-Überschuldungsreport sind ein wertvolles Instrument, um das Problem der Überschuldung darzustellen und die Bedeutsamkeit des Angebots der Schuldnerberatung zu untermauern.